Der Journalist und Moderator Stefan Franzen, der nebenbei auch folker-Mitarbeiter ist, hat eine neue Beitragsreihe für das Radio erarbeitet, die sich passenderweise in das Thema einfügt, das auch den Schwerpunkt der kommenden Ausgabe des folker für Dezember 2026 bildet – Musik und Spiritualität nämlich. Und zwar hat er im Rahmen der Reihe Musikstunde auf SWR Kultur fünf Folgen unter dem Titel „Musik und Mystik – die klingende Gottesschau“ zusammengestellt, die vom 26. bis 30. Oktober 2026 bereits im linearen Radio zu hören waren, die aber in inzwischen vertrauter Manier auch weiterhin ein Jahr lang als Podcast in der App ARD Sounds abgerufen werden können.
Alle Folgen beschäftigen sich mit der Thematik, dass Musik von Anbeginn menschlich erzeugter Klänge als Werkzeug der Verschmelzung mit dem Göttlichen diente. Franzen versteht unter Mystik dabei grundsätzlich eine bestimmte Form der Religiosität, sich mit Hingabe oder Versenkung mit dem Göttlichen zu vereinigen. Und neben dem Gebet, der Meditation oder der Askese gehöre dazu eben auch das „Werkzeug“ Musik. Und da sich mystische Praktiken in allen Religionen finden, gilt das auch für die Nutzung von Musik zur Versenkung ins Göttliche.
Schwerpunktthema der Sendungen ist die Verwendung von Mystik in der Musik im Christentum (durch Hildegard von Bingen, Meister Eckhart, Niklaus von Flüe oder Johannes vom Kreuz), im Islam und Hinduismus (von Rābi‘a al-‘Adawiyya al-Qaisiyya über Rumi und Mirabai bis zu Hazrat Inayat Khan und Vivekananda, die Klänge der Sufis und der Qawwali) bis zur heutigen Zeit, wo beispielsweise die Beschäftigung mit Mystik die Musik und musikalische Entwicklung von Musikschaffenden wie John Coltrane, George Harrison oder Van Morrison geprägt hat. Aber nicht nur in Pop und Rock kann man diese Entwicklung sehen, sondern auch in der modernen klassischen Musik, etwa bei Arvo Pärt, Olivier Messiaen oder in der Chormusik des 21. Jahrhunderts hat die Mystik ihre Spuren hinterlassen.
Nachzuhören im Detail, wie gesagt, in der Podcastversion von Stefan Franzens Sendung. Und wer weitere Aspekte des Themas kennenlernen möchte, dem sei Heft #4.26 des folker empfohlen, das Anfang Dezember erscheinen wird.






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